| Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim |
| Politische Spaltprozesse |
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Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg Tel.: 07141 - 90 33 63 Fax: 07141 - 92 39 91 PRESSEERKLÄRUNG
Politische Spaltprozesse Informationspolitik des BfS stark kritisiert
Das Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim geht unverändert davon aus, dass
der Castor-Transport aus dem Atomkraftwerk Neckarwestheim in das „Zwischenlager“
Ahaus im Zeitraum vom 26. Februar bis zum 2. März stattfinden wird.
Heftig kritisiert wird die Informationspolitik des Bundesamt für Strahlenschutz,
welches seit Tagen von der Genehmigung des Interimslager in Neckarwestheim
spricht, ohne das diese bisher vorliegt.
Seit Tagen verbreiteten das
Bundesamt für Strahlenschutz, bzw. dessen Vorsitzender König,
sowie rot-grüne Politiker, dass das Interimslager am AKW Neckarwestheim
Ende Februar genehmigt würde, der Castor-Transport damit hinfällig
wäre. Wenn die Genehmigung schon feststeht, forden wir die umgehende
Veröffentlichung der selben. Es bestätigt wohl sich erneut: Das
Genehmigungsverfahren war nie, wie vom Versammlungsleiter Thomauske beim
Erörterungstermin behauptet, "entscheidungsoffen".
Das Aktionsbündnis deutet die gesamten Aussagen zur Genehmigung des Interimslager sowie zur Infragestellung des Castor-Transports genau wie die Ankündigung weiterer Atommülltransporte als Strategie der rot-grünen Regierung, die Anti-AKW-Bewegung zu schwächen. Das AKW Neckarwestheim wäre
auch im Falle der Genehmigung des Interimslagers seine Atommüll-Sorgen
nicht los. Der Platz von 18 weiteren Castoren (neben den sechs bereits
beladenen) reicht lediglich für drei weitere Jahre! GKN kann jedoch
nicht davon ausgehen, dass das Standort-Zwischenlager in diesem Zeitraum
das Genehmigungsverfahren durchlaufen wird. Das baurechtliche Verfahren
zum Interimslager ist noch nicht abgeschlossen.
Für das Aktionsbündnis ist klar: Wir wollen keinen AKW-Betrieb mit Castor-Transporten quer durch Deutschland und Europa, wie er von der Landesregierung Baden Württemberg postuliert wird. Genauso wenig wollen wir einen verlogenen "Atomausstieg", der den Weiterbetrieb zum Beispiel in Neckarwestheim für weitere 20 Jahre festschreibt, indem der hochradioaktive Atommüll am Standort entsorgt wird. Angesichts der Risiken und Gefahren kann es nur einen Weg geben: Die AKWs müssen sofort abgeschaltet werden! AKW-Betreiber, Bundes- und Landespolitik wollen den Weiterbetrieb mit allen Mitteln durchsetzten. Hiergegen werden wir uns weiterhin massiv zur Wehr stellen! Das Aktionsbündnis ruft gemeinsam mit der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung zu massiven Protest-Aktionen des nächsten Castors auf. Dabei gilt für die AKW-Gegner: Der erste Castor nach dem Castor-Skandal wird im Zentrum der Proteste stehen. Zentraler Aktionsort wird das Abfahrts-AKW, also der Ort, an dem der Atommüll produziert wird. Das Aktionsbündnis ruft weiterhin alle dazu auf, ab dem 26. Februar nach Neckarwestheim zu kommen und sich an dem Widerstand zu beteiligen. Aufttakt der Aktionen beim AKW Neckarwestheim stellt der Sonntagsspaziergang am 4. Februar dar. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Bahnhof in Kirchheim/N.. Der Protestzug führt dann zum Gleisanschluss der Castor-Verladestation am Kohlekraftwerk Walheim. Ohne echten und sofortigen
Atomausstieg wird es keine ungestörten AKW-Normalbetrieb geben!
Für die Veröffentlichung
dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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