Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
150 AtomkraftgegnerInnen festgenommen bei Blockadeaktionen am AKW Philippsburg
     
    Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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    Aktionsbündnis Castorwiderstand Neckarwestheim
    Arbeitskreis gegen das AKW Philippsburg
    Robin Wood 

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    PRESSEERKLÄRUNG       18. Oktober 2000  

    150 AtomkraftgegnerInnen festgenommen bei Blockadeaktionen am AKW Philippsburg

    Demonstranten wurden verletzt

    Die AtomkraftgegnerInnen setzten heute rund um das AKW Philippsburg ihre Aktionen fort, um gegen den geplanten Castortransport zu protestieren. Heute morgen fanden mehrere friedliche Blockadeaktionen statt, die von der Polizei aufgelöst wurden. Dabei wurden Demonstranten verletzt,150 TeilnehmerInnen wurden in Gewahrsam genommen.

    Die Hauptzufahrt des Atomkraftwerkes wurde durch eine Blockade für mehrere Stunden behindert. Einsatzkräfte der Polizei versuchten zunächst das Vorhaben der AtomkraftgegnerInnen durch Knüppeleinsatz zu verhindern. Bei der anschließenden Räumung durch die Polizei wurden vier Blockierer durch Pfefferspray im Gesicht und in den Augen verletzt. Eine zweite Blockade fand auf der Landesstraße zwischen Philippsburg und Rheinsheim auf der Brücke des Rheinniederungskanals statt. Nachdem diese Blockade von der Polizei nach mehreren Stunden aufgelöst wurde, zogen die Demonstranten zum AKW um dort ein weiteres Mal zu blockieren. Die Demonstranten widersetzten sich entschlossen der dreimaligen Aufforderung der Polizei, den Platz zu verlassen. Rund 150 Menschen wurden bei der darauffolgenden Räumung um ca. 11 Uhr festgenommen. Die Festgenommenen mußten sich im Polizeigewahrsam fotografieren lassen. Zur Stunde ist noch keine Freilassung in Sicht.
    Insgesamt beurteilen die AtomkraftgegnerInnen das Verhalten der Sicherheitskräfte und der Verwaltungsbehörden während der vergangenen drei Tage als maßlos überzogen. Besonders schikanös sind die Beschlagnahme von Kochutensilien einer mobilen Großküche und die Verbotsverfügung, nach der das Campen im gesamten Landkreis Karlsruhe verboten wurde. Somit mußten die Protestierenden unter freiem Himmel nächtigen. 
    Dadurch ließ sich aber der Widerstand der AtomkraftgegnerInnen nicht brechen. Wir werden vor Ort bleiben und uns weiter querstellen.
     


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