Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Scheut das Bundesamt für Strahlenschutz auch am 5. 10. 00 in 
Neckarwestheim das Fernsehen, den Rundfunk und die Bildfotografen?
    Presseerklärung

    BBU - Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e. V. 
    und Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim

              

     Neckarwestheim/Bonn, den 3.10. 2000
     

    Scheut das Bundesamt für Strahlenschutz auch am 5. 10. 00 in 
    Neckarwestheim das Fernsehen, den Rundfunk und die Bildfotografen?
     

    Der BBU,Bonn und das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim befürchten, daß während des geplanten atomrechtlichen Erörterungstermines zur Errichtung eines Interimslagers für abgebrannte atomare Brennelemente mit vorgesehener Dauer von Donnerstag, den 5.10.00 bis ggf. Samstag, den 7.10.00 gegen die öffentlichen sowie privat-rechtlichen Medien des Fernsehens wie ARD, ZDF, RTL, NTV, SAT1, Phoenix usw., die Rundfunkanstalten sowie die Bild-Fotografen von der Erörterungsbehörde, d. h. dem Bundesamt für Strahlenschutz ein striktes Aufnahmeverbot verhängt wird. 

    Die Befürchtung begründen wir damit, daß das BfS bereits beim ersten amtlichen Erörterungstermin für ein Brennelemente-Zwischenlager beim Atomkraftwerk Emsland in Lingen im Dezember vergangenen Jahres ein entsprechendes Aufnahmeverbot verhängte. Dies geschah, obwohl der BBU wie in solchen Verfahren üblich, einen Zulassungsantrag für alle Medien stellte. Somit besteht aus „Lingener-Erfahrung“ für uns der Eindruck, daß das BfS die volle Öffentlichkeits-Zulassung scheut „wie der Teufel das Weihwasser“! Die BfS-Ankündigung, in Neckarwestheim erhielten nur registrierte Einwender Zutritt, zeigt überdeutlich wie stark das BfS die Öffentlichkeit scheut. 

    Trotzdem werden BBU und das Bündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim am Donnerstag, den 5.10.00 gleich zu Erörterungsbeginn um 11 Uhr in der Reblandhalle in Neckarwestheim erneut die volle Medien-Zulassung, also Fernsehen, Rundfunk und Bildfotografen beantragen.


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