Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand
Neckarwestheim
c/o Demokratisches Zentrum,
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P R E S S E E R K L Ä
R U N G 07.Juni 2000
Anlieferung von leeren Atommüllbehältern
für das AKW Neckarwestheim
Mehrere Einsatzhundertschaften sollen
Proteste der Atomkraftgegner verhindern
Am Mittwoch, den 7. Juni
wurden um 20,30 Uhr per Bahntransport zwei Excellox-6 Behälter im
Kohlekraftwerk in Walheim angeliefert.
Sie werden zur Stunde noch
auf die Tieflader für den Straßentransport umgeladen. Mit dem
Transport von Walheim in
das Atomkraftwerk Neckar-westheim
ist in den frühen Morgenstunden am Donnerstag, den 8.7.oo zu rechnen.
Ein massives Polizeiaufgebot war und ist zur Sicherung der Atommüllbehälter
im Einsatz.
Mit der Anlieferung von diesen
beiden Excellox-6 Behältern soll die Wiederaufnahme von Transporten
mit hochradioaktivem Abfall in
die Wiederaufbereitungsanlagen
eingeleitet werden. Seit 1998 gibt es als Folge der tausendfachen Grenzwertüberschreitung
bei den
WAA-Transporten - vom AKW
Neckar-westheim bis zum 35oo-fachen - den bis heute gültigen Transportstop.
Der bisherige NTL
11 Behälter für
die Transporte in die Wiederaufarbeitung wurde 1998 nach erstmals real
durchgeführten Falltests als
Fehlkonstruktion aus dem
Verkehr gezogen.
Vergessen scheint der Strahlenskandal
und abgeschrieben ist aus Sicht der Anti-AKW-Bewegung der Atomausstieg.
Obwohl der
Konsens der Bundesregierung
mit den angekündigten Restlaufzeiten der Atomkraftwerke von über
30 Jahren noch nicht
einmal offiziell vereinbart
wurde, werden bereits die bisher verbotenen WAA-Transporte durch die klammheimliche
Anlieferung
der beiden Excellox-6 in
das AKW Neckarwestheim vorbereitet.
Der rot-grüne „Atomausstieg"
besteht aus der weiteren jahr-zehntelangen Produktion von hochradioaktivem
Atommüll.
Entgegen den im Koalitionsvertrag
festge-schriebenen Absichten wird die Wiederaufarbeitung fortgesetzt. Das
AKW
Neckarwestheim kann somit
weiterhin Atommüll in die seit Jahren von Skandalen erschütterte
„Plutoniumschleuder" Sellafield in
England liefern.
Entgegen dem mehrheitlichen
Willen der Bundesbürger wird kein Atomausstieg durchgeführt.
Neben den jetzt ohne öffentliche
Ankündigung vorbereiteten
Atommülltransporten in die Wiederaufarbeitungs-anlagen sollen im Herbst
weitere CASTOR-
Transporte in die „Zwischenlager"
nach Ahaus und Gorleben stattfinden. Im Schnellverfahren genehmigte Standort-
Zwischenlager sollen endgültig
die langfristi-ge Nutzung der AKWs absichern.
Für uns als Aktionsbündnis
CASTOR-Widerstand Neckarwestheim und die bundesweite Anti-AKW-Bewegung
beginnt endgültig die
Vorbereitung auf die Blockade
der anstehenden Atommülltransporte mit noch für jahrtausende
strahlendem
hochradioaktivem Atommüll.
Der Atomausstieg kann nur
durch den engagierten Protest auf der Straße durchgesetzt werden.
Dazu laden wir alle recht herzlich ein.
Für die Veröffentlichung
dieser Presseerklärung bedanken wir uns.