Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
„Keuchen für die Kernkraft“ -
billige PR-Aktion für eine aussterbende Risiko-Technologie
     
    Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim
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    P R E S S E E R K L Ä R U N G    18. Mai 2000

    „Keuchen für die Kernkraft“ -
    billige PR-Aktion für eine aussterbende Risiko-Technologie

    Sport und Atomkraft – gut für den Menschen. 
    Schön, gesund und ewiger leben. 

    Sie bekommen ihren CASTOR nicht dicht und sind spätestens seit dem Strahlenskandal als profitgierige Lügner entlarvt. Sie reden 15 Jahre von Sicherheit und Behälter-Falltests, ehe herauskommt, dass es diese nie gab. Sie bauen Uran ab, besonders in der dritten Welt, und berauben so die Einwohner derer natürlichen Lebensgrundlage und Gesundheit. Sie betrei-ben Atomanlagen, die immer mal wieder Menschen das Leben kosten, seien es 30 in einer Atomfabrik in Tokaimura oder 100-tausende in Folge eines Supergaus in Tschernobyl. Sie exportieren ihre Risikotechnologie in „wirtschaftlich schwache“ Länder wie Russland, weil es dort kaum Sicherheitsauflagen gibt. Sie sorgen sich nicht um die besonders vielen Kinder mit Leukämie in der nahen Umgebung von AKWs . Sie produzieren Tag für Tag hochradioakti-ven Atommüll, für den es nie eine sichere Endlagerung geben wird. 

    Sie verdienen sich eine goldene Nase.
    Die tödliche Strahlung bleibt ewig.

    Atomstromer, angeblich aus aller Welt, starten am morgigen Freitag um 9 Uhr ihren „Maxi-Marathon für die Kernernergie“ am Schlossplatz in Stuttgart. Ausrichter ist der Betreiber der Atomkraftwerke in Neckarwestheim sowie die „WONUC (World Council of Nuclear Workers)“. Nach dem Passieren der AKWs Gundremmingen und Isar soll der „Maxi-Marathon“ am Samstag, den 19.05., in München enden. 
    Unterstützung für diese peinliche Aktion leistet, wie auch sonst bei der Atomkraft üblich, auch hier die Politik: diesmal mit dabei zum Bsp. Neckarwestheims Bürgermeister Mario Dürr oder der bayrische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu.

    Es ist offensichtlich: Die AKW-Betreiber und ihre Angestellten haben in der Öffentlichkeit ein Akzeptanzproblem. Durch eine billige Sportveranstaltung soll sowohl den AKW-Angestellten als auch der Öffentlichkeit suggeriert werden: Atomkraft ist gesund und gut für den Men-schen...

    Wir sind nicht sportlich. Wir sind 
    Für das sofortige Abschalten aller Atomanlagen – weltweit!

    Vor der tödlichen Strahlung kann man nicht wegrennen.
     
     

    Für die Veröffentlichung dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
     
     
     
     


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