| Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim |
| Polizeiarmada schützt leeren Castor-Transport |
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Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim c/o Demokratisches Zentrum, Wilhelmstr. 45/1, 71638 Ludwigsburg Tel.: 07141 - 90 33 63 Fax: 07141 - 92 39 91 PRESSEERKLÄRUNG 24. März 2000 Polizeiarmada schützt leeren Castor-Transport
Am Donnerstag, 23.03.2000 sind im Atomkraftwerk Neckarwestheim (GKN) drei weitere Atommüllbehälter vom Typ Castor V/19 eingetroffen. Die Anlieferung erfolgte unter massivem Polizeischutz. Trotzdem gelang es Demonstranten, den Straßentransport zu behindern. An der abschließenden spontanen Kundgebung durch Kirchheim beteiligten sich ca. 70 AtomkraftgegnerInnen. Die drei fabrikneuen Castoren
erreichten am Donnerstag um die Mittagszeit in einem Sonderzug das Kohlekraftwerk
Walheim. Dort wurden sie auf die Straßentieflader verladen, die dann
am Nachmittag ins GKN rollten. Dort stehen nun sechs Castorbehälter
vom Typ V/19, für die die Transportgenehmigung in das Zwischenlager
Ahaus seit Ende Januar vorliegt Die Atommüllbehälter sollen mit
abgebrannten Brennelementen beladen werden, um für die nächste
Revision (Anfang April) in den Abklingbecken Platz zu schaffen. Somit lagert
immer mehr Atommüll am Kraftwerksstandort Neckarwestheim.
Obwohl eine Polizeiarrnada
die leeren Behälter schützte, konnten AKW-Gegnerlnnen die Anlieferung
kurzfristig behindern. Ca. 30 Demonstranten befanden sich in Kirchheim/N.
an der Strecke; einigen von ihnen gelang es, auf die Straße
zu kommen und den Transport zu stoppen. Sie wurden von Bundesgrenzschutzbeamten
an den Händen gefesselt, bis der Konvoi vorbei war. Die Polizei war
mit mehreren Hundertschaften vor Ort und hatte u.a. zwei Wasserwerfer und
Räumfahrzeuge in Bereitschaft. Ab 18 Uhr fand in Kirchheim eine Protestkundgebung
statt, an der sich rund 70 Menschen beteiligten. Sie forderten den Stopp
aller Castortransporte. Auch die Errichtung von standortnahen Zwischenlagern
lehnen die Atomkraftgegnerlnnen ab. Angesichts des ungelösten Problems
der Endlagerung von Atommüll ist der sofortige Ausstieg aus der Atomenergie
zwingend notwendig.
Für die Veröffentlichung
dieser Presseerklärung bedanken wir uns.
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