Positive
Bilanz
Die
Anti-Akw-Bewegung im Südwesten wertet ihre Aktionen
positiv. Obwohl der Transport nur für Minuten aufgehalten
werden konnte, ist man "zufrieden" im Süden.
"Wir haben gezeigt, dass wir das Problem der Atomtransporte
und Atompolitik nicht vergessen haben, dass wir weiter
entschlossenen Widerstand leisten, auch wenn Themen wie
der Krieg in Afghanistan zunächst vordringlicher
erscheinen", sagte eine Aktivistin der Anti-Akw-Bewegung
in Karlsruhe.
Der
Atommülltransport hatte gegen 14 Uhr die deutsch/französische
Grenze passiert. Trotz der überraschend frühen
Ankunft in Deutschland hatte die Anti-Akw-Bewegung im
Süden hunderte AnhängerInnen mobilisieren können.
Nachdem
der aus sechs Castor-Behältern bestehende Transport
gegen Mittag im elsässischen Sessenheim von etwa
10 AKW-GegnerInnen durch eine Schienenblockade einige
Minuten lang aufgehalten werden konnte erreichte er gegen
14.30 Uhr das rheinland-pfälzische Maximiliansau
und wurde dort erstmal auf deutscher Seite gestoppt. Rund
fünfzig AKW-GegnerInnen war es dort gelungen, auf
die Schienenstrecke zu gelangen und den Zug etwa 15 Minuten
an der Weiterfahrt zu hindern, bevor die Polizei die Blockade
auflöste. Dreisig AktivistInnen wurden bis 19 Uhr
in Gewahrsam genommen.
In
Karlsruhe/Durlach scheiterten gegen 18 Uhr etwa 45 BlockiererInnen
bei dem Versuch, auf die Schienenstrecken zu gelangen.
Dort gab es 20 Ingewahrsamnahmen. Einen weiteren Blockadeversuch
gab es nahe Heilbronn.