Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Rückblick / ältere Beiträge

 


2001

 

14. Dezember 2001: Der Bundestag beschliesst den "Atomausstieg" ...
Das atomare Weihnachtsmärchen

Es begab sich vor wenigen Tagen, mitten in der Vorweihnachtszeit in Berlin. Im Bundestag wurde die Atomnovelle beschlossen. Irgendwann, in einigen Jahrzehnten soll den AKWs das Licht ausgeblasen werden. Um dieses Wunder zu vollbringen war die ganze Regierungskunst von rot/grün gefordert. Es galt die bösen Herrscher in den Chefetagen der Energieversorgungsunternehmen zu überzeugen. Diese hatten vor dem Regierungsantritt der Sozis und der Grünen fürchterliche Zeiten hinter sich. Das Volk begehrte zuhauf auf. Zehntausende wollten in den offenen Blechscheunen - Zwischenlager genannt - im Norden der Republik die strahlenden Wundertüten nicht mehr haben. Und nachdem jahrzehntelang Grenzwerte bei Transporten tausendfach überschritten werden konnten, führte diese Lappalie plötzlich zu einem von der schwarzen Merkel verhängten mehrjährigem Transportstopp. Daraufhin quollen die Hallenbäder für die nach hunderttausenden von Jahren vollkommen ungefährlichen Stäbchen in den 19 bundesweiten runden Kuppeln über und über. Groß war die Not im ganzen Land. Nach glücklichen atomaren Jahren drohte fürchterliches Ungemach, das Abschalten stand vor der Tür. Ratlosigkeit herrschte bei den atomaren Rittern allerorten.

Das Volk wollte Fakten und keine weiteren Lügen. So begab es sich, dass rot/grün eine Idee hatte ...

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EnBW - AKWs sofort abschalten!
Eklatante Sicherheitsmängel

Aus einem SWR-Kommentar: "Kennen Sie den schon: Deutsche AKWs sind sicher..."
Eklatante Sicherheitsmängel in den EnBW-Atomkraftwerken - jahrelanges bewusstes Missachten von elementaren Sicherheitsvorschriften: Da EnBW offensichtlich nicht über die gesetzlich vorgeschriebene erforderliche Zuverlässigkeit und Sicherheitskompetenz im Umgang mit radioaktiven Stoffen verfügt, müssen schon alleine aus diesem Grund die baden-würtembergischen AKWs sofort abgeschaltet werden!

Dies betrifft neben dem "Skandal-AKW" Philippsburg auch die EnBW-AKWs Neckarwestheim und Obrigheim.

Eine Zusammenfassung des skandalösen AKW-Betriebs bei der EnBW im AKWPhilippsburg hier:
EnBW: Energie intelligent nutzen - oder: Deutsche Atomkraftwerke sind sicher

Weitere Infos zu diesen Themen finden sich auf unseren Presseseiten (tgl. aktualisiert).
Links zu besseren Stromanbietern hier.

 



"Unser Lachen wird sie besiegen!"
Fünfjähriges Geburtstagsfest des Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim

Am Samstag, den 8. Dezember feierte das Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim sein fünfjähriges Bestehen mit einem Fest im Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg. Es wurde im November 1996 aus Anlaß des damals bevorstehenden CASTOR-Transportes von Neckarwestheim nach Gorleben gegründet.

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Terror-Anschläge gegen AKWs?

Aus aktuellem Anlass:
*
Ein Land, das solche Ingenieure hat, braucht keine Selbstmord-Attentäter mehr...

* Atomkraftwerke sind gegen gezielte Abstürze schutzlos
* Links: Infos und Versuche einer Einschätzung der globalen Umbrüche nach dem 11. September

Wir fordern die sofortige Stilllegung aller AKWs aufgrund der skandalösen Bedingungen des sogenannten "AKW - Normalbetriebs"!


Anti-Atom-Herbstkonferenz: Die Nutzung der Atomkraft ist immer noch ein politisch relevantes Thema

Die Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung
:
Die Nutzung der Atomkraft ist immer noch ein politisch relevantes Thema.
Atomkraftgegner aus dem gesamten Bundesgebiet beraten über das weitere Vorgehen gegen "normalen" Betrieb von Atomanlagen

Auf der Herbstkonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung vom 23. bis 25. November in Leipzig haben sich 150 TeilnehmerInnen aus dem bundesweiten Anti-Atomkraft-Spektrum getroffen. Themen waren der Krieg in Afghanistan, der Diskurs um die "innere Sicherheit", die Auswertung vorhandener und eine Neuorientierung auf neue Anti-Atom-Kampagnen.

Presseerklärung zur Herbstkonferenz in Leipzig


Anti-Atom-Demo in Colmar "Sortir de l'âge du nucléaire"

Am 20. Oktober 2001 finden in ganz Frankreich in fünf verschiedenen Städten Großkundgebungen unter dem Motte "Aus dem Atomzeitalter aussteigen" statt. Wir in Süddeutschland mobilisieren zu der Großdemo in Colmar (auf der franz.
Seite bei Freiburg)
Abgesehen davon, daß wir es wichtig finden, unsere Solidaität mit den französischen AtomkraftgenerInnen auszudrücken, befindet sich auch in nächster Nähe das älteste französische Atomkraftwerk, das AKW Fessenheim,
welches eine Gefahr für die gesamte Region bedeutet.
Es wäre also prima, wenn möglichst viele sich dazu entschliessen könnten, am 20. Oktober in Colmar ein Zeichen gegen die atomare Bedrohung auch in Frankreich zu setzen!

Etwa 3000 Menschen beteiligten sich an der bunten und eindrucksvollen Demo!
Quelques fotos de la manifestation 'Sortons...' a Colmar le 20.10.01:
http://www.pixum.de/viewalbum/?id=176573
weitere infos: http://www.sortirdunucleaire.org/rezo2001/20102001.htm


GKN: erneut Stöfall:

Seit Jahren unbemerkt mehrere falsch angeschlossene Abwasserohre...
Siehe Heilbronner Stimme vom 29. August 01.


Januar 2001: Castor-Transport nach Ahaus vorerst ausgesetzt

"Es wird fiktiv so getan, als seien sie bereits abtransportiert" - So der GKN-Kommentar zu der Anweisung des grünen Umweltministers Trittin, den Transport nach Ahaus nicht mit einem massiven Polizeiaufgebot nach Ahaus durchzusetzen.
Durch diese Weisung wird entgegen der atomrechtlichen Genehmigung das radioaktive Inventar der Neckarwestheimer Anlagen erhöht. Die atomrechtlich vorgeschriebenen freien Plätze im Abklingbecken, für den Fall, dass eine Entladung der Castoren und des Reaktors notwendig ist, stehen somit nicht mehr sicher genug freie Plätze im Abklingbecken zur Verfügung. Den Weiterbetrieb sichern - auch hier oberste Maxime. Unter den jetzt gegebenen Umständen kann GKN seine Revision mit Brennelementewechsel ab April durchführen, ohne Castor-Transport nach Ahaus. Trotz überlaufender Abklingbecken und nach wie vor ungeklärter Entsorgung darf weiterproduziert werden - rot-grüner "Atomausstieg" im Konsens.

Das ganze ist auch rechtlich höchst fragwürdig, wie auch von Betreiberseite zugegeben wird. Näheres hierzu unter

GKN kann seinen Antrag auf den Ahaus-Transport nicht zurückziehen, da das ganze fragwürdige Konstrukt hinfällig würde. Wann der Transport jetzt durchgeführt werden soll, ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Seit 31. Januar ist klar, dass die Atommüll-Transporte zwischen Frankreich und Deutschland wieder rollen können. In der deutsch-französischen Vereinbarung heisst es, dass jährlich 2 Rücktransporte aus La Hague stattfinden sollen. Dafür ist jetzt wieder der Weg frei in die Wiederaufarbeitungsanlagen von La Hague und Sellafield...

* Presseerklärung des Bundeskanzleramts zur deutsch-französischen "Einigung"


Immer noch!!
Gemeint sind wir alle - "Maulwürfe" `98: Bitte um Hilfe für Prozeßkosten

"Maulwürfe" unter der Bundesstraße halten Castor auf. Erst am späten Nachmittag gelingt der Polizei die Räumung eines Tunnels ... titelte die taz.
Wir, zwei "Nötiger", wurden auf frischer Tat ertappt, als wir uns am 19.3.1998 während eines Atomtransportes von Walheim (Neckerwestheim) nach Ahaus in einem "Maulwurfstunnel", der 1m unter-halb der Transportstraße sechs Meter tief, entlang ging, festketteten und so den Castor-Transport "nötigten" zu stoppen. Nun müssen wir dem "Rechtsstaat", den wir nötigten sein Castor für kurze Zeit zu stoppen, auf gerichtlicher Ebene Rechnung tragen. Wir brauchen Geld.

Der Plan klappte, die Aktion war erfolgreich. Sie wurde zu einem weiteren Baustein der "Öffentlichkeitsarbeit" gegen die Castortransporte und sie stoppte den Transport (wenn auch leider nicht für im-mer) dann doch für immerhin 1:32 h, was deren Transportpreis in die Höhe trieb. Zwei Jahre kochte der Staat auf kleiner Flamme, um es in der damaligen politischen Situation der Jahre 98/99 (Gedankenstütze: Skandal um verstrahlte Transporte und kurzweilige Einstellung der Castortransporte) nicht zum Skandal kommen zu lassen. Nun, in Zeiten, in denen sich die politischen Wogen glät-ten, Rot-Grün sich immer mehr der Wirt- schaft verschreibt und der Atomausstieg für das Jahr 2032 besiegelt wurde, soll nochmals die starke Hand des Gesetzes, die STÖRER der letzten Jahre zur Ordnung rufen und sie für die Zukunft abschrecken. Nach dem ersten Strafprozess beliefen sich unsere Kosten auf 7200,-DM. Im Mai diesen Jahres zog das Regierungspräsidium Stuttgart mit einer Zahlungsaufforderung (Schadensersatz) in einer Höhe von 6000,- DM nach, die es noch zu zahlen gilt. Summa summarum 13.200,-DM

Das heißt: Zur Zeit, brauchen wir jede unterstützende Mark, um die staatlichen Grapsch-Hände loszuwerden. Wir hoffen auf eure unterstützenden Spenden!

P.S. Nach dem neuesten Stand, ist die Polizei des damalig leitenden Einsatzes am prüfen, ob nicht auch (Teil-)Kosten des Polizeieinsatzes den "Störern" in Rechnung gestellt werden kann. Das hieße für uns weitere Verfahren und noch mehr Kosten, denn so Hubschrauber-Rundfahrten sind nicht billig und auch der Stundenlohn der' SEKIer summiert sich.

Konto: Kontoinhaber: Martensen, Spendenkonto: 621 156 207, BLZ: 200 100 20, Postbank Hamburg

 


2001

 


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