Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim 
Rückblick / ältere Beiträge

 


1998 - 2000

 

Neckarwestheim: 8.11. CASTOR auf dem Neckar 

Am 8.11.00 wurden in Neckarwestheim 3 fabrikneue Castoren V/19 mit dem Schiff ins GKN gebracht. Dieser Weg vor allem deswegen, da es in der Vergangenheit auch zu massiven Blockade-Aktionen von AtomkraftgegnerInnen bei der Anlieferung von Leer-Behältern kam. Mitgeliefert wurden zu den 3 Behältern zusätzlich 5 der silbernen Hauben, die beim Transport verwendet werden.

Bilder der Anflieferung

Die geplante Geheimhaltung der Anlieferung von Betreibern und Behörden ist letztlich nicht geglückt.
Die Anlieferung der Behälter kann sowohl als ein Signal zum anstehenden Castor-Transport nach Ahaus als auch zum Ausgang des "entscheidungsoffenen" Genehmigungsverfahren zum GKN-Interimslager verstanden werden...

* 8.11.: Castoren werden per Schiff im GKN  angeliefert (Aktionsbündnis-Presseerklärung)
* Fotos der Anflieferung



Atomkraft?- Es reicht!


Aufruf ,
Presseberichte zur Demo


Rot-Grüner Atomausstieg...

Stellungnahmen zum "Atom-Konsens"

  • "Konsens ist Nonsens", aus dem neckarwestheimer anti-atom-info nr. 25 (juli 00)
  • "Stellungnahme zur Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Versorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000" von Dr.Walter Sieber, Obrigheim
  • "Das rot-grüne Atomprogramm für das 21. Jahrhundert" von Jochen Stay


  • Polizeitaktik: "Von Pferden geht etwas friedliches aus"
  • Presseartikel und Gedächtnisprotokoll (neu) zum unverantwortbaren Einsatz der Polizei-Pferdestaffel. Ostermarsch 2000 Stuttgart.


  • Kriminalisierung / Repression

  • Die Vorbereitung auf neue Atommüll-Transporte läuft auf Hochtouren. Nicht nur auf Betreiberseite, auch die Justiz leistet ihren Beitrag. 
    Meinungsäußerung mittels friedlichen Protests soll durch massive Repression unterdrückt werden. 
    Es fällt auf, dass jetzt Verfahren im Zusammenhang mit Castor `97 in Gang kommen. So erhielten die Leute der „Tonnen-Aktion“ in Kirchheim 97 kürzlich Strafbefehle in Höhe von je 1.200 DM. Ein AKW-Gegner, der 97 mit der Reiterstaffel der Polizei „in Berührung“ kam, sieht sich nun mit einen Verfahren wegen Körperverletzung und Beamtenbeleidigung konfrontiert.
    In Heilbronn fand am 19. Januar ein Verfahren wegen Nötigung und Eingriff in den Bahnverkehr statt. Der Castor-Zug musste ´98 1,5 Std. im Bhf Walheim stehen, hierfür mussl ein AKW-Gegner 3.300.- DM für Gutachter und 600.- DM Strafbefehl bezahlen. Ein Widerspruchsverfahren wegen Vergehens gegen das Versammlungsgesetz am 26.4.99 fand am 14.2. in Besigheim statt. Gegen Aktivisten der „Sonnenfinternis“ im August laufen Ermittlungen.

    An dieser Stelle nochmals unser Dank an die SpenderInnen!

    Repression-Soli-Konto:
    DemoZ, Kto 244 740 003
    BLZ 604 901 50, Volksbank LB

    Verfahren am 19.Januar: Presseerklärung und Bericht
    Repression von Atomkraftgegnern am AKW Neckarwestheim: Der EA hat anlässlich der Veranstaltung "Start in den heissen Herbst" eine Zusammenfassung (Stand September 99) erstellt: Der Staat zeigt Härte, die Menschen zeigen Charakter


    "Desinformationstag" im GKN
    Am Sonntag, den 28. Mai 2000, fand im Atomkraftwerk Neckarwestheim der lokale Beitrag zum "Infotag der deutschen Kerntechnik" statt.
    "Zu Protesten ist es nach Angabe von Mundt [GKN-Pressesprecher] bei der Veranstaltung nicht gekommen." (Ludwigsburger Kreiszeitung, 29.05.).

    Genauso glaubhaft und vertrauenserweckend alle anderen Informationen, die an diesem Tag im GKN verkauft wurden... Besonders schön z.Bsp. der Filmklassiker im Infozentrum mit Bildern von französischen WAA-Behältern, dazu O-Ton "Jedes Jahr finden in Deutschland 80 Atommüll-Transporte statt"... Überzeugen konnten auch nicht die Schokoladen-Castoren (inzwischen nicht mehr wie bisher mit der überklebten Verpackung aus dem Schweizer Zwischenlager Würenlingen), allerdings war der Kuchenpreis o.k. (1.-) und der Kaffee mindestens so warm wie der durch das AKW aufgeheizte Neckar...
    Angesagt für die AtomkraftgegnerInnen war an diesem Tag keine Blockade, sondern die ausgiebige Inspektion des AKW-Geländes. Dies sorgte für einige Unruhe beim Wachpersonal, besonders, da die Optik nicht durch anwesende Polizei getrübt werden sollte.
    Wir sind auf weitere tolle GKN-Maßnahmen zur Aktzeptanzbeschaffung in der Bevölkerung gespannt und sagen schon jetzt mal unsere Teilnahme zu.


    3 CASTOREN V/19 in GKN angeliefert

     
     
    Unter massivem Polizeischutz wurden am 23.03.2000 3 neue CASTOR-Behälter im AKW Neckarwestheim angeliefert. Der Zug mit den Castoren traf um 14 Uhr im Kohlekarftwerk Walheim ein. Kurz darauf die Strassentransporter.
    Nach ca. 2 Stunden Umladung fuhr der Konvoi in Richtung AKW. Mehrere Hundertschaften von BGS und Polizei sicherten den Transport mit Wasserwerfer, Räumfahrzeugen und ähnlichem Gerät.
    In Kirchheim gelang es einigen der ca. 30 Demonstranten, auf die Strasse zu kommen und den Transport zu stoppen. 6 Personen wurden mit Handschellen vorübergehend in Gewahrsam genommen. Hinter der Brücke wurde der Transport von einer Einzelperson erneut gestoppt. Dieser wurde nach Ludwigsburg in eine anscheinend vorbereitete Gefangensammelstelle neben der dortigen Bezirkstelle für Asyl gebracht und erst um 19 Uhr freigelassen.
    Am Abend demonstrierten in Kirchheim ca. 70 AKW-GegnerInnen für das sofortige Abschalten aller Atomanlagen und gegen Zwischenlager und Castor-Transporte.
    Das Aktionsbündnis ruft weiterhin dazu auf, auch die Anlieferung von Behältern aktiv zu begleiten!
    siehe auch


    CASTOR-Transport im Sommer? Transportgenehmigung am 26.01.00 erteilt
     
     

    Am 26.Januar hat das BfS, wie nicht anders erwartet, den Transport von 6 CASTOR-Behältern vom Typ V/19 aus dem AKW Neckarwestheim, sowie aus Biblis und Philippsburg nach Ahaus genehmigt. Ebenso wurde die die Einlagerungserlaubnis für die Castoren in Ahaus vom BfS erteilt.
    GKN hat im Mai 99 den Transport von 6 Castoren ins “Zwischenlager” Ahaus und den Transport von 10 Excellox-Behältern in die britische “WAA” Sellafield beantragt.
    Die Anti-AKW-Bewegung bereitet sich ab sofort verstärkt auf Widerstandsaktionen gegen die Transporte vor. Für den Fall, daß die 
    Transporte tatsächlich rollen sollten, kündigt die Anti-AKW-Bewegung schon jetzt heftigen Widerstand an. Dies gilt selbstverständlich auch 
    für den Fall, daß zusätzlich noch Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen genehmigt werden!
    Theoretisch denkbar sind Transporte ab Ende August, da dann die 6-monatige Vorbereitungszeit für die Polizei und Behörden um ist, und die Expo in Hannover verbei ist.
    Die Anti-AKW-Bewegung hat, um den Atomausstieg ungemein zu beschleunigen, als ihr Ziel festgelegt, den ersten Transport bundesweit zu blockieren. Der Widerstand wird sich nicht nur auf Gorleben und Ahaus fokussieren, sondern gerade auf die den Atommüll produzierenden Abfahrts-AKWs.
    Sollte der erste Atommüll-Transport nach Aufhebung des Transport-Verbots aus Neckarwestheim starten, so wird er hier auf den geballten Widerstand der gesamten bundesweiten Anti-AKW-Bewegung treffen! 

    Gruppen, die sich im Aktionsbündnis bei der Vorbereitung der Aktionen gegen den nächsten Atommüll-Transport aus Süddeutschland  beteiligen wollen, melden sich bitte beim Infotelefon bzw per mail! 

    siehe auch:


       


    • GKN - Zwischenlager

    Am Sonntag, den 7. November 99 fand die erste grössere Demonstration gegen das am Atomkraftwerk Neckarwestheim geplante Zwischenlager statt. Zahlreiche EinwohnerInnen der "Atomdörfer" um GKN beteiligten sich an der Demo!
    Vor Weihnachten beantragte GKN das Zwischenlager und die Transportbereitstellung für 24 Castoren! 


    Für die sofortige Stillegung aller Atomanlagen und den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie!
    Kein Zwischenlager, keine Atommülltransporte!
    Hier:
       
     
    • europäischer AKTIONSTAG GEGEN WAA-Transporte

    in Großbritanien, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Belgien und der BRD (Berlin und Neckarwestheim/Kirchheim/N.)
    30.10.99

    "Return to Sender"
    Im Rahmen des europäischen Aktionstags gegen WAA-Transporte haben AtomkraftgenerInnen viele Atommüllfässer von Kirchheim/N. über Ludwigsburg nach Stuttgart zu dem Stromlieferanten NWS befördert. Zum Transport der Fässer wurde - wie bei einem Atommüll-Transport üblich - die Deutsche Bahn benutzt...
    Zielort der "Reise waren die NWS in Stuttgart - Betreiber der AKWs Neckarwestheim und Obrigheim und damit verantwortlich für Unmengen von radioaktivem Atommüll.
    Für den ständig anwachsenden Atommüllberg gibt es keine Lösung! unsere Aktion soll die Irrfahrt symbolisieren, die die Atomstromproduzenten weltweit mit Atommüll durchführen. Niemand weiss wohin damit und niemand will den hochradioaktiv verstrahlten Abfall haben. Deshalb: "Return to Sender!"

    Flugblatt /Plakatvorlage (als pdf-datei) hier zum download für Info und Reklame!
    Presse-Ankündigung des Aktionsbündnis
    Presseartikel mit Fotos...


    • CASTOR-Skandal

    August 99
    Staatsanwaltschaft Heilbronn stellt Ermittlungen gegen GKN-Verantwortliche ein!
    Während die Staatsanwaltschaft Heilbronn bei TeilnehmerInnen der freidlichen Sitzblockade von vornherein festgelegt hat, dass kein Verfahren eingestellt wird, hat sie damit gegenüber den Produzenten von hochradioaktivem Atommüll wie z.Bsp. die Verantwortlichen von GKN kein Problem. Seit Mai 1998 wurde ermittelt (!); jetzt ist das Verfahren wegen der verstrahlten Transportbehälter aus Neckarwestheim eingestellt worden. "Zwar habe es bei Transporten in NTL-Behältern [Anm.: die nie den Falltest bestanden] zwischen Neckarwestheim und La Hague (Frankreich) von 1988 bis 1997 Überschreitungen des Grenzwerts (vier Bequerel pro Quadratmeter) um ein Vielfaches gegeben, doch nicht eine Gesundheitsgefährdung von Menschen."
    GKN wusste mit hellseherischen Fähigkeiten schon vor Monaten von der Einstellung! Beleg hierfür der Jahresbericht 1998 sowie Redebeiträge bei der Jahreshauptversammlung der Neckarwerke im Juni... 
    Eine aktuelle Studie des Darmstädter Öko-Instituts zeigt indess, dass die Gefahren durch Atommüll-Transporte zwischen der       Wiederaufbereitungsanlage im französischen La Hague und deutschen Atomkraftwerken viel höher waren als bisher angenommen! Bei Kleinkindern könnte der Hautdosiswert sogar bis zu 1000 Mal höher als erlaubt gewesen sein.

    Siehe hierzu:
    STN vom 18.08.99,und 21.08.99, FR vom 10.08.99, Fachgruppe Radioakivität der BI Lüchow-Dannenberg sowie die Presseerklärung des Aktionsbündnis zur Einstellung des Ermittlungsverfahren.



    • Leerer WAA-Transportbehälter Excellox-6 für GKN

    August 99 / "Sonnenfinsternis"

    Anlieferung des Atommüllbehälters mehrmals blockiert
    Mit vier erfolgreichen Aktionen wurde die Anlieferung eines leeren WAA-Behälters (dem ersten seit dem CASTOR-Skandal) von AtomkraftgegnerInnen begleitet. Die erfolgreichen Aktionen hierzu waren der Auftakt für eine neue Widerstandsserie der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung!
    Wir haben einen Rückblick zusammengestellt.


    CASTOR - Widerstand März 98



    1998 - 2000

     


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