Neckarwestheim:
8.11. CASTOR auf dem Neckar
Am
8.11.00 wurden in Neckarwestheim 3 fabrikneue Castoren V/19
mit dem Schiff ins GKN gebracht. Dieser Weg vor allem deswegen,
da es in der Vergangenheit auch zu massiven Blockade-Aktionen
von AtomkraftgegnerInnen bei der Anlieferung von Leer-Behältern
kam. Mitgeliefert wurden zu den 3 Behältern zusätzlich
5 der silbernen Hauben, die beim Transport verwendet werden.
Bilder
der Anflieferung
Die
geplante Geheimhaltung der Anlieferung von Betreibern und
Behörden ist letztlich nicht geglückt.
Die
Anlieferung der Behälter kann sowohl als ein Signal
zum anstehenden Castor-Transport nach Ahaus als auch zum
Ausgang des "entscheidungsoffenen" Genehmigungsverfahren
zum GKN-Interimslager verstanden werden...
*
8.11.: Castoren werden per
Schiff im GKN angeliefert (Aktionsbündnis-Presseerklärung)
*
Fotos
der Anflieferung
Atomkraft?-
Es reicht!

Aufruf
,
Presseberichte
zur Demo
Rot-Grüner
Atomausstieg...
Stellungnahmen
zum "Atom-Konsens"
"Konsens
ist Nonsens", aus dem neckarwestheimer anti-atom-info
nr. 25 (juli 00)
"Stellungnahme
zur Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Versorgungsunternehmen
vom 14. Juni 2000" von Dr.Walter Sieber, Obrigheim
"Das
rot-grüne Atomprogramm für das 21. Jahrhundert"
von Jochen Stay
Polizeitaktik:
"Von Pferden geht etwas friedliches aus"
Presseartikel
und Gedächtnisprotokoll (neu) zum unverantwortbaren
Einsatz der Polizei-Pferdestaffel. Ostermarsch
2000 Stuttgart.
Kriminalisierung
/ Repression
Die
Vorbereitung auf neue Atommüll-Transporte läuft
auf Hochtouren. Nicht nur auf Betreiberseite, auch die Justiz
leistet ihren Beitrag.
Meinungsäußerung
mittels friedlichen Protests soll durch massive Repression
unterdrückt werden.
Es
fällt auf, dass jetzt Verfahren im Zusammenhang mit Castor
`97 in Gang kommen. So erhielten die Leute der „Tonnen-Aktion“
in Kirchheim 97 kürzlich Strafbefehle in Höhe von
je 1.200 DM. Ein AKW-Gegner, der 97 mit der Reiterstaffel
der Polizei „in Berührung“ kam, sieht sich nun mit einen
Verfahren wegen Körperverletzung und Beamtenbeleidigung
konfrontiert.
In
Heilbronn fand am 19. Januar ein Verfahren wegen Nötigung
und Eingriff in den Bahnverkehr statt. Der Castor-Zug musste
´98 1,5 Std. im Bhf Walheim stehen, hierfür mussl
ein AKW-Gegner 3.300.- DM für Gutachter und 600.- DM
Strafbefehl bezahlen. Ein Widerspruchsverfahren wegen Vergehens
gegen das Versammlungsgesetz am 26.4.99 fand am 14.2. in Besigheim
statt. Gegen Aktivisten der „Sonnenfinternis“ im August laufen
Ermittlungen.
An
dieser Stelle nochmals unser Dank an die SpenderInnen!
Repression-Soli-Konto:
DemoZ,
Kto 244 740 003
BLZ
604 901 50, Volksbank LB
Verfahren
am 19.Januar: Presseerklärung
und Bericht
Repression
von Atomkraftgegnern am AKW Neckarwestheim: Der EA hat
anlässlich der Veranstaltung "Start in den heissen
Herbst" eine Zusammenfassung (Stand September 99) erstellt:
Der
Staat zeigt Härte, die Menschen zeigen Charakter
"Desinformationstag"
im GKN
Am
Sonntag, den 28. Mai 2000, fand im Atomkraftwerk Neckarwestheim
der lokale Beitrag zum "Infotag der deutschen Kerntechnik"
statt.
"Zu
Protesten ist es nach Angabe von Mundt [GKN-Pressesprecher]
bei der Veranstaltung nicht gekommen." (Ludwigsburger Kreiszeitung,
29.05.).
Genauso glaubhaft
und vertrauenserweckend alle anderen Informationen, die
an diesem Tag im GKN verkauft wurden... Besonders schön
z.Bsp. der Filmklassiker im Infozentrum mit Bildern von
französischen WAA-Behältern, dazu O-Ton "Jedes
Jahr finden in Deutschland 80 Atommüll-Transporte statt"...
Überzeugen konnten auch nicht die Schokoladen-Castoren
(inzwischen nicht mehr wie bisher mit der überklebten
Verpackung aus dem Schweizer Zwischenlager Würenlingen),
allerdings war der Kuchenpreis o.k. (1.-) und der Kaffee
mindestens so warm wie der durch das AKW aufgeheizte Neckar...
Angesagt für
die AtomkraftgegnerInnen war an diesem Tag keine Blockade,
sondern die ausgiebige Inspektion des AKW-Geländes.
Dies sorgte für einige Unruhe beim Wachpersonal, besonders,
da die Optik nicht durch anwesende Polizei getrübt
werden sollte.
Wir sind auf
weitere tolle GKN-Maßnahmen zur Aktzeptanzbeschaffung
in der Bevölkerung gespannt und sagen schon jetzt mal
unsere Teilnahme zu.
3
CASTOREN V/19 in GKN angeliefert

Unter
massivem Polizeischutz wurden am 23.03.2000 3 neue CASTOR-Behälter
im AKW Neckarwestheim angeliefert. Der Zug mit den Castoren
traf um 14 Uhr im Kohlekarftwerk Walheim ein. Kurz darauf
die Strassentransporter.
Nach
ca. 2 Stunden Umladung fuhr der Konvoi in Richtung AKW. Mehrere
Hundertschaften von BGS und Polizei sicherten den Transport
mit Wasserwerfer, Räumfahrzeugen und ähnlichem Gerät.
In
Kirchheim gelang es einigen der ca. 30 Demonstranten, auf
die Strasse zu kommen und den Transport zu stoppen. 6 Personen
wurden mit Handschellen vorübergehend in Gewahrsam genommen.
Hinter der Brücke wurde der Transport von einer Einzelperson
erneut gestoppt. Dieser wurde nach Ludwigsburg in eine anscheinend
vorbereitete Gefangensammelstelle neben der dortigen Bezirkstelle
für Asyl gebracht und erst um 19 Uhr freigelassen.
Am
Abend demonstrierten in Kirchheim ca. 70 AKW-GegnerInnen für
das sofortige Abschalten aller Atomanlagen und gegen Zwischenlager
und Castor-Transporte.
Das
Aktionsbündnis ruft weiterhin dazu auf, auch die Anlieferung
von Behältern aktiv zu begleiten!
siehe
auch
CASTOR-Transport
im Sommer? Transportgenehmigung am 26.01.00 erteilt
Am 26.Januar hat
das BfS, wie nicht anders erwartet, den Transport von 6 CASTOR-Behältern
vom Typ V/19 aus dem AKW Neckarwestheim, sowie aus Biblis
und Philippsburg nach Ahaus genehmigt. Ebenso wurde die die
Einlagerungserlaubnis für die Castoren in Ahaus vom BfS
erteilt.
GKN hat im Mai
99 den Transport von 6 Castoren ins “Zwischenlager” Ahaus
und den Transport von 10 Excellox-Behältern in die britische
“WAA” Sellafield beantragt.
Die Anti-AKW-Bewegung
bereitet sich ab sofort verstärkt auf Widerstandsaktionen
gegen die Transporte vor. Für den Fall, daß die
Transporte tatsächlich
rollen sollten, kündigt die Anti-AKW-Bewegung schon jetzt
heftigen Widerstand an. Dies gilt selbstverständlich
auch
für den Fall,
daß zusätzlich noch Transporte in die Wiederaufarbeitungsanlagen
genehmigt werden!
Theoretisch denkbar
sind Transporte ab Ende August, da dann die 6-monatige Vorbereitungszeit
für die Polizei und Behörden um ist, und die Expo
in Hannover verbei ist.
Die Anti-AKW-Bewegung
hat, um den Atomausstieg ungemein zu beschleunigen, als ihr
Ziel festgelegt, den ersten Transport bundesweit zu blockieren.
Der Widerstand wird sich nicht nur auf Gorleben und Ahaus
fokussieren, sondern gerade auf die den Atommüll produzierenden
Abfahrts-AKWs.
Sollte der erste
Atommüll-Transport nach Aufhebung des Transport-Verbots
aus Neckarwestheim starten, so wird er hier auf den geballten
Widerstand der gesamten bundesweiten Anti-AKW-Bewegung treffen!
Gruppen, die sich
im Aktionsbündnis bei der Vorbereitung der Aktionen gegen
den nächsten Atommüll-Transport aus Süddeutschland
beteiligen wollen, melden sich bitte beim Infotelefon bzw
per mail!
siehe auch:
Am
Sonntag, den 7. November 99 fand die erste grössere
Demonstration gegen das am Atomkraftwerk Neckarwestheim geplante
Zwischenlager statt. Zahlreiche EinwohnerInnen der "Atomdörfer"
um GKN beteiligten sich an der Demo!
Vor Weihnachten beantragte
GKN das Zwischenlager und die Transportbereitstellung für
24 Castoren!
Für
die sofortige Stillegung aller Atomanlagen und den sofortigen
Ausstieg aus der Atomenergie!
Kein
Zwischenlager, keine Atommülltransporte!
Hier:
- europäischer
AKTIONSTAG GEGEN WAA-Transporte
in
Großbritanien, Frankreich, Schweiz, Niederlande, Belgien
und der BRD (Berlin und Neckarwestheim/Kirchheim/N.)
30.10.99
"Return
to Sender"
Im Rahmen des europäischen
Aktionstags gegen WAA-Transporte haben AtomkraftgenerInnen
viele Atommüllfässer von Kirchheim/N. über
Ludwigsburg nach Stuttgart zu dem Stromlieferanten NWS befördert.
Zum Transport der Fässer wurde - wie bei einem Atommüll-Transport
üblich - die Deutsche Bahn benutzt...
Zielort der "Reise
waren die NWS in Stuttgart - Betreiber der AKWs Neckarwestheim
und Obrigheim und damit verantwortlich für Unmengen von
radioaktivem Atommüll.
Für den ständig
anwachsenden Atommüllberg gibt es keine Lösung!
unsere Aktion soll die Irrfahrt symbolisieren, die die Atomstromproduzenten
weltweit mit Atommüll durchführen. Niemand weiss
wohin damit und niemand will den hochradioaktiv verstrahlten
Abfall haben. Deshalb: "Return to Sender!"
Flugblatt
/Plakatvorlage (als pdf-datei) hier zum download
für Info und Reklame!
Presse-Ankündigung
des Aktionsbündnis
Presseartikel
mit Fotos...
August
99
Staatsanwaltschaft
Heilbronn stellt Ermittlungen gegen GKN-Verantwortliche ein!
Während
die Staatsanwaltschaft Heilbronn bei TeilnehmerInnen der freidlichen
Sitzblockade von vornherein festgelegt hat, dass kein Verfahren
eingestellt wird, hat sie damit gegenüber den Produzenten
von hochradioaktivem Atommüll wie z.Bsp. die Verantwortlichen
von GKN kein Problem. Seit Mai 1998 wurde ermittelt (!); jetzt
ist das Verfahren wegen der verstrahlten Transportbehälter
aus Neckarwestheim eingestellt worden. "Zwar habe es bei Transporten
in NTL-Behältern [Anm.: die nie den Falltest bestanden]
zwischen Neckarwestheim und La Hague (Frankreich) von 1988 bis
1997 Überschreitungen des Grenzwerts (vier Bequerel pro
Quadratmeter) um ein Vielfaches gegeben, doch nicht eine Gesundheitsgefährdung
von Menschen."
GKN
wusste mit hellseherischen Fähigkeiten schon vor Monaten
von der Einstellung! Beleg hierfür der Jahresbericht 1998
sowie Redebeiträge bei der Jahreshauptversammlung der Neckarwerke
im Juni...
Eine
aktuelle Studie des Darmstädter Öko-Instituts zeigt
indess, dass die Gefahren durch Atommüll-Transporte zwischen
der Wiederaufbereitungsanlage
im französischen La Hague und deutschen Atomkraftwerken
viel höher waren als bisher angenommen! Bei Kleinkindern
könnte der Hautdosiswert sogar bis zu 1000 Mal höher
als erlaubt gewesen sein.
Siehe
hierzu:
STN
vom 18.08.99,und
21.08.99, FR
vom 10.08.99, Fachgruppe Radioakivität
der BI Lüchow-Dannenberg sowie die Presseerklärung
des Aktionsbündnis zur Einstellung des Ermittlungsverfahren.
- Leerer
WAA-Transportbehälter Excellox-6 für GKN
August
99 / "Sonnenfinsternis"
Anlieferung
des Atommüllbehälters mehrmals blockiert
Mit vier erfolgreichen
Aktionen wurde die Anlieferung eines leeren WAA-Behälters
(dem ersten seit dem CASTOR-Skandal) von AtomkraftgegnerInnen
begleitet. Die erfolgreichen Aktionen hierzu waren der Auftakt
für eine neue Widerstandsserie der bundesweiten Anti-AKW-Bewegung!
Wir haben einen
Rückblick zusammengestellt.
CASTOR
- Widerstand März 98
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