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| Öko-Institut widerspricht Strahlenschutzkommission / Risiko vor allem für Kleinkinder |
Öko-Institut widerspricht Strahlenschutzkommission / Risiko vor allem für Kleinkinder Von Matthias Bartsch Eine Studie des Darmstädter Öko-Instituts
zeigt, dass die Gefahren durch Atommüll-Transporte zwischen der Wiederaufbereitungsanlage
im französischen La Hague und deutschen Atomkraftwerken viel höher
waren als bisher angenommen.
Das Öko-Institut widerspricht nun einer im vergangenen Jahr verbreiteten Einschätzung der deutschen Strahlenschutzkommission (SSK). Diese hatte erklärt, die Transporte seien für die Bevölkerung nicht gefährlich gewesen, da "die kontaminierten Oberflächen während des Transportes nicht zugänglich" gewesen seien. Radioaktiv verseuchte Partikel hätten sich von der Oberfläche der Behälter lösen und durch Kühlungsschlitze in die Umgebung gelangen können, betont dagegen Christian Küppers vom Öko-Institut. Falls sich solche Partikel beispielsweise auf die Haut von Bahnarbeitern oder Spaziergängern abgelegt hätten, könnte der zulässige Grenzwert für die Strahlenbelastung bei den Betroffenen um das bis zu 37-fache überschritten worden sein, haben die Umweltwissenschaftler in einem Szenario ausgerechnet. Bei Kleinkindern könnte der Hautdosiswert sogar bis zu 1000 Mal höher als erlaubt gewesen sein, falls das verseuchte Partikel nicht innerhalb von 24 Stunden entfernt worden sei. Nach vierstündiger Einwirkzeit sei immerhin noch eine 170-fache Grenzwertüberschreitung möglich. Auftraggeber der Studie war die im Februar abgewählte rot-grüne
hessische Landesregierung. Der neue CDU-Umweltminister Wilhelm Dietzel
erklärte am Montag, die Studie beziehe sich ausdrücklich nicht
auf innerdeutsche Atommüll-Transporte mit Castor-Behältern, sondern
auf internationale Transporte mit französischen Transport-Container.
Diese seien auf Grund ihrer Bauart erheblich schwerer zu dekontaminieren
als der Castor.
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