swr: EdF verlängert Partnerschaft mit EnBW
SWR BaWü, 18.10.05
> EdF verlängert Partnerschaft mit EnBW
Der französische Energiekonzern EdF will seine Zusammenarbeit mit der
Energie Baden-Württemberg (EnBW) auf Augenhöhe fortsetzen. Das ist das
Ergebnis eines Gesprächs, das Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU)
im Zuge seiner Frankreichreise mit dem EdF-Vorstandsvorsitzenden Pierre
Gadonneix geführt hat.
Der Konzern hält wie die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) 45,01
Prozent der Aktien an der Karlsruher EnBW. EdF hatte für Unruhe bei der
OEW gesorgt, weil der Zweckverband fürchtete, das französische
Unternehmen wolle bei der EnBW Mehrheitsaktionär werden. Bei der
Unterredung mit Oettinger versprach nun der EdF-Vorstandsvorsitzende, den
bis 2011 laufenden Kooperationsvertrag zu verlängern und die
Partnerschaft auf Augenhöhe weiter zu betreiben.
Gleichzeitig äußerte das französische Unternehmen Interesse an dem Neubau
von Wasser-, Kohle-, Gas- und Dampfkraftwerken. Oettinger kündigte an,
sich bei der Bundesregierung für eine Laufzeitverlängerung des
Atomkraftwerks Neckarwestheim einsetzen, das nach dem Atomkonsens in der
neuen Legislaturperiode abgeschaltet werden müsste. "Die EnBW hat von
allen deutschen Energieunternehmen die höchsten Atomstromquoten und ist
von der Abschaltung am stärksten betroffen", sagte der Ministerpräsident.
Der Ministerpräsident verständigte sich mit Gadonneix auf ein weiteres
Gespräch im Dezember oder Januar in Berlin, an dem auch Bundespolitiker
teilnehmen sollen.