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tagblatt: Greenpeace warnt vor Castor-Transport



Tübinger Tagblatt, 24.10.05

> Greenpeace warnt vor Castor-Transport

TÜBINGEN

(nir). Ein giftiger Anblick bot sich den Radfahrern und Fußgängern, die 
am Samstagvormittag den Weg durch den Tübinger Schlossbergtunnel nutzten: 
Gelbe Plakate und Tonnen mit Radioaktivzeichen standen vor dem Eingang. 
Mit Strahlen-Anzug und Mundschutz bekleidete Greenpeacler drückten den 
Vorbeikommenden Flugblätter in die Hand und über allem prangte das 
Banner: „Atommüll-Endlager Tübingen“.

„Wir wollen auf den nächsten Castor-Transport aufmerksam machen“, sagte 
Ulrike Beck, die Sprecherin der Tübinger Greenpeace-Gruppe. Am 20. 
November wird dieser bei Wörth die Grenze zu Deutschland passieren, um 
zwölf neue Behälter mit radioaktivem Müll nach Gorleben zu bringen.

Dabei sei schon seit den 70-er Jahren bekannt, dass das Zwischenlager in 
Niedersachsen undicht sei, so Beck: „Der Salzstock ist nicht vom 
Grundwasser getrennt.“ Deswegen bestehe die Gefahr, dass strahlende 
Radionuklide austreten könnten. „Wir wollen die Leute informieren“, sagte 
Beck. Jeder könne gegen Atomkraft etwas tun, meinte sie „und wenn er nur 
den Stromanbieter wechselt und auf regenerative Energien umsteigt."