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ddp: EnBW-Chef fordert längere Kernkraftwerkslaufzeiten



ddp, 01.11.05

> EnBW-Chef fordert längere Kernkraftwerkslaufzeiten

Düsseldorf (ddp). In der Debatte um den Atomausstieg hat sich der 
Vorstandsvorsitzende der Karlsruher EnBW AG, Utz Claassen, als erster 
Spitzenmanager der Branche offen für längere Kernkraftwerkslaufzeiten 
ausgesprochen. «Mir geht es darum, die Modalitäten des Ausstiegs an 
veränderte globale Entwicklungen anzupassen und den Konsens dadurch 
zukunftsfähig zu machen», sagte Claassen dem «Handelsblatt» 
(Mittwochausgabe). «Gerade diejenigen, die den Atomkonsens wollen und die 
dahinter stehen, müssten ein Interesse haben, an seiner Zukunftsfähigkeit 
mitzuwirken», betonte der Vorsitzende der Energie Baden-Württemberg AG 
(EnBW), die neben E.ON, RWE und Vattenfall Europe zu den vier großen 
Energiekonzernen in Deutschland zählt.

In den laufenden Koalitionsverhandlungen hat die CDU/CSU eine 
Verlängerung der Restlaufzeiten der Kernkraftwerke von insgesamt 32 
Jahren auf 40 Jahre auf die Tagesordnung gesetzt. Die SPD lehnt 
Änderungen an dem im Jahr 2000 vereinbarten Atomkonsens bisher jedoch 
strikt ab. Danach müsste voraussichtlich im Jahr 2021 das letzte deutsche 
Kernkraftwerk vom Netz gehen.