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ka-news: Anti-AKW-Demo - Robin Wood stattet EnBW Besuch ab



KA-News, 02.11.05

> Anti-AKW-Demo
> Robin Wood stattet EnBW Besuch ab

Artistische Demonstration: Robin Wood-Aktivisten über dem EnBW-
Eingangsportal (Foto: pr)
Karlsruhe - Die EnBW haben am heutigen Mittwochvormittag überraschend 
Besuch bekommen. Aktivisten der Umweltschutz-Organisation Robin Wood 
demonstrierten für den sofortigen Atomausstieg.

Zu diesem Zwecke entrollten die Aktivisten ein fünf mal 20 Meter großes 
Transparent mit der Aufschrift "EnBW: Unternehmen Strahlentod - 
Atomkraftwerke abschalten!" vor der EnBW-Konzernzentrale an der Durlacher 
Allee. Anschließend spannten sie es quer über den Haupteingang des 
Gebäudes. Die Demonstration war eine von vier Aktionen bundesweit, mit 
der Robin Wood zeitgleich auf die Atomproblematik aufmerksam machen 
wollte. Außerdem kam es noch vor den Konzernzentralen der Energie-Riesen 
Vattenfall (Berlin), RWE (Essen) und E.ON (Hannover) zu ähnlichen 
Vorfällen. Mit ihrer Aktion wollen die Aktivisten Druck auf die 
Stromkonzerne und die Koalitionsparteien von Union und SPD machen, den 
Atomausstieg voranzutreiben und auf erneuerbare Energien sowie mehr 
Energieeffizienz zu setzen.

"Längere AKW-Laufzeiten erhöhen das Katastrophen-Risiko"

"Eine Laufzeitverlängerung für die alten, maroden Atommeiler wäre ein 
Fehlstart sondergleichen für die neue Bundesregierung und den 
designierten Umweltminister Gabriel", so Bettina Dannheim, 
Energiereferentin von Robin Wood. Die Mehrheit der Bevölkerung wolle den 
Atomausstieg. "Wir brauchen die Energiewende jetzt, damit 
milliardenschwere Investitionen in moderne Kraftwerke und 
Energietechnologien nicht auf die lange Bank geschoben werden."

Ausgehend vom so genannten Atomkonsens und den darin festgelegten 
Reststrommengen der einzelnen Atomreaktoren fordert Dannheim, die vier 
ältesten Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen: zuerst Biblis A (RWE), dann 
Neckarwestheim 1 (EnBW), Biblis B (RWE) und Brunsbüttel 
(Vattenfall/E.ON). Die Betreiber dieser Anlagen hätten sich immer wieder 
durch ein mangelhaftes Sicherheitsmanagement und fehlendes 
Risikobewusstsein hervorgetan. (ps/jfk)