KA-News: Zukunftsweisendes Bekenntnis - EnBW für Förderung von Öko-Strom
KA-News, 09.11.05
> Zukunftsweisendes Bekenntnis
> EnBW für Förderung von Öko-Strom
Karlsruhe - Mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG plädierte erstmals
einer der vier großen deutschen Stromkonzerne klar für den Ausbau der
Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen. Der Karlsruher
Energieriese spricht sich in einem gestern vorgelegten Positionspapier
für eine Förderung umweltfreundlicher Energien aus Sonne, Wind, Wasser,
Biomasse und Geothermie nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).
Laut EnBW gehören die erneuerbaren Energien zu den "Schlüsseltechnologien
für das 21. Jahrhundert". Ihr Ausbau sei "sinnvoll und nötig" zur
Verringerung der CO2-Emissionen und um die Abhängigkeit von den fossilen
Energieträgern wie Öl, Erdgas und Kohle zu verringern. Außerdem könne
Deutschland beim Aufbau einer weltweiten Energieversorgung auf Basis der
regenerativen Energien "eine führende Rolle" spielen. Die EnBW erzielt
zurzeit einen Großteil der Stromerzeugung mit Kernenergie. Bereits in der
Vergangenheit hatte EnbW-Chef Utz Claassen betont, sich an den
Atomausstiegsvertrag halten zu wollen. Unterdessen haben sich Union und
SPD wenige Tage vor Ende der Koalitionsverhandlungen darauf verständigt,
die Laufzeiten für die Atomkraftwerke nicht weiter zu verlängern.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in Berlin begrüßt das klare Bekenntnis der
EnBW zu den Zukunftsenergien. Das Positionspapier sei eine klare Absage
an andauernde und mit hohem propagandistischem Aufwand betrieben Versuche
des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), das weltweit
erfolgreichste Gesetz zur Markteinführung der Öko-Energien abzuschaffen.
"Der Vorgang beweist, dass sich die Einsicht in die ökologischen und
wirtschaftlichen Vorteile der EEG-Förderung Erneuerbarer Energien
unaufhaltsam und nun erstmals auch unter den großen Energieversorgern
durchsetzt", so Stefan Bundscherer, DUH-Bevollmächtigter für Klima und
Energie. (ps/pbd)