FR: Atomkraftgegner bekennen sich zu Anschlag
Frankfurter Rundschau, 26.11.05
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> Atomkraftgegner bekennen sich zu Anschlag
Kassel · Der Oberleitungsschaden, der in der Nacht des Castor-Transports
den Schienenverkehr zwischen Kassel und Hann. Münden vorübergehend
lahmgelegt hatte, ist entgegen den Angaben der Deutschen Bahn offenbar
doch von Atomkraftgegnern verursacht worden. Das geht aus einem
Bekennerschreiben hervor, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.
"Militanz ist kein Zufall!", heißt es darin. "Unsere Hakenkralle hatte
sich mit leisem Klick in die Fahrleitung gesenkt, und der Zug besorgte
dann den Rest: Beide Gleise für Stunden dicht." Am Montagabend hatte ein
Regionalexpress den Fahrdraht in der Nähe des südniedersächsischen Hann.
Münden heruntergerissen. Erst nach Mitternacht und damit kurz vor
Durchfahrt des verspäteten Castor-Zuges war es der Bahn gelungen,
wenigstens ein Gleis wieder passierbar zu machen. jft