dpa: Neckarwestheim - Befangenheitsantrag verzögert Erörterungstermin
dpa, 06.11.01
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Heilbronn - Gegner des geplanten Zwischenlagers am Atomkraftwerk
Neckarwestheim haben mit einem Befangenheitsantrag den Beginn des
Erörterungstermins in Heilbronn bis zum Dienstagnachmittag verzögert.
Nach Angaben eines Sprechers des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)
warfen Einwender dem Verhandlungsleiter vor, beim Genehmigungsverfahren
für das Interimslager Informationen zu spät weitergeleitet zu haben.
Dieser Sachverhalt werde nun BfS-intern geprüft.
Drei Einwender hätten noch vor dem Start der eigentlichen Erörterung den
Verhandlungsführer des BfS, Bruno Thomauske, für befangen erklärt, sagte
BfS-Sprecher Volker Schäfer. Bei den Verhandlungen um das Interimslager
Neckarwestheim, das im April dieses Jahres von der BfS genehmigt worden
war, habe Thomauske den Gegnern Informationen zugesagt, diese jedoch zu
spät geliefert, kritisierten die Einwender. "Eine Unterbrechung des
Erörterungstermins ist nicht ungewöhnlich", sagte Schäfer. Die Sachlage
werde nun geprüft. Er zeigte sich optimistisch, dass noch im Laufe des
Nachmittags mit der Erörterung begonnen werden könne.
Das nicht öffentliche Verfahren ist Teil der Genehmigung des vom
Gemeinschaftskernkraftwerk Neckarwestheim (GKN) beantragten
Zwischenlagers. Nach Plänen des GKN soll das Zwischenlager aus einem
oberirdisch angeordneten Eingangsgebäude, zwei unterirdischen
Tunnelröhren, einem Abluftbauwerk und einem Fluchtbauwerk bestehen. In
den Tunnelröhren soll Platz für 151 Behälter sein, in denen die
hochradioaktiven Brennelemente maximal 40 Jahre zwischengelagert werden
können.