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RPf.: Reaktorkommission berät über Philippsburg



Die Rheinpfalz, 05.11.01

> Reaktorkommission berät über Philippsburg 
> Pannen in Atomkraftwerken auf Tagesordnung 

Die Sicherheits-Pannen in den baden-württembergischen Kernkraftwerken 
Philippsburg, Obrigheim und Neckarwestheim wird die 
Reaktorsicherheitskommission (RSK), ein Beratungsgremium des 
Bundesumweltministeriums, am Donnerstag beschäftigen. 

Das hat die RSK-Geschäftsstelle in Bonn auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigt. 
Bereits in der vergangenen Woche hatte sich der RSK-Ausschuss 
Reaktorbetrieb mit den Sicherheits-Pannen befasst. Anfang Oktober hatte 
die Karlsruher "Energie Baden-Württemberg AG" (EnBW), über eine 
Tochtergesellschaft Betreiberin des Kernkraftwerks Philippsburg, Block 2 
des Kraftwerks abschalten müssen, weil es im August zu einer mindestens 
14 Tage andauernden Sicherheitslücke im Notkühlsystem gekommen war. Bei 
der anschließenden Überprüfung der beiden weiteren baden-
württembergischen Kernkraftwerke, an denen die EnBW beteiligt ist, kamen 
ähnliche Fehler ans Licht. Über diese Pannen berät nun die RSK, die 
anschließend eine Empfehlung für das weitere Vorgehen an Umweltminister 
Trittin aussprechen wird. An Spekulationen, wie diese Empfehlung aussehen 
könnte, wollte sich die RSK-Geschäftsstelle gestern nicht beteiligen.
Die Sicherheitspanne im Atomkraftwerk Philippsburg kommt die (EnBW) 
unterdessen teuer zu stehen. Jeder Tag, an dem der abgeschaltete Block 2 
des Kraftwerkes nicht am Netz ist, entsteht dem Karlsruher Energiekonzern 
ein Schaden von einer Million Mark (510.000 Euro), schreibt die "Börsen-
Zeitung". Der Karlsruher Energiekonzern müsse Strom extern einkaufen, 
statt ihn selbst zu produzieren. Sollte der Block bis Ende 2001 nicht am 
Netz sein, entstehe der Gesellschaft ein Schaden von rund 80 bis 90 
Millionen Mark. (mk)